Nun ist nach Protesten hier in der Türkei www.blogger.com wieder frei gegeben. Es hat ein starkes negatives mediales Echo geweckt, da die Türkei so viele ihr unliebsame Internetseiten gesperrt hat. Nun sollen nicht mehr ganze Seiten gesperrt werden, sondern die Betreiber aufgefordert werden bestimmt Inhalte zu entfernen.
Sogar die Süddeutsche Zeitung war es wert darüber einen Artikel zu drucken.
hier klicken.
Was gibt es noch zu berichten.
Meine ersten Mid-Term Klausuren in den letzen Wochen habe ich erfolgreich überstanden. Jetzt werde ich wieder weiter an meinen Gruppenprojekten und Essays arbeiten die großen Arbeits- und Rechercheaufwand bedeuten. Leider muss dafür immer das Türkisch lernen zurück fallen, für das keine / immer weniger Zeit verbleibt.
Letzte Woche Freitag hatten wir einen Termin mit gemeinsamer Diskussion bei der Deutschen Botschaft hier in Ankara. Nachdem uns das sechs Hektar große Gelände (mit eigenen Pferden, Swimmingpool und riesen Gartenanlage) gezeigt und die Geschichte der Botschaft erklärt wurde, diskutierten wir mit dem Militärattaché und einem Diplomaten der politischen Abteilung. Dabei erklärte er uns die Arbeit der Deutschen Botschaft, die aktuelle politische Lage der Türkei und die Beziehungen (meist wirtschaftspolitisch) zwischen Deutschland und Türkei. Es war eine sehr interessante und nette Gesprächsrunde, bei der man sich ein Bild von der Arbeit eines Diplomaten machen konnte.
Heute 29. Oktober war hier Nationalfeiertag in der Türkei. Die Republik Türkei feierte ihren 85. Geburtstag und ich habe mir sagen lassen, dass es eine Militärparade in der Stadt gab.
Der Herbst fängt jetzt auch langsam Einzug zu halten in Ankara. Morgens muss man teilweise mit Pullover oder mal Jacke aus dem Haus gehen. Unter dem Tag hat es noch seine 16°C. Gestern war es das zweite mal, dass es hier in Ankara geregnet hat. Zumindest an die Male, an die ich mich erinnern kann.
Am Samstag auf Sonntag haben die Türken genauso eine Stunde länger schlafen können. Somit sind wir euch immer noch eine Stunde voraus. ;-)
Aufgrund der starken Aufwertung des Dollars hat sich der Kurs zwischen dem Euro und der Neuen Türkischen Lira (YTL) zu meinen Gunsten verändert. Von anfangs September als er noch bei 1,72 stand, ist er jetzt bei 2,12 gelandet. D.h. 1 Euro sind nicht mehr 1,72 YTL, sondern jetzt 2,12 YTL wert. Somit spare ich bei jedem mal Abheben von 200 YTL (ca. 100 Euro) fast 20 Euro im Gegensatz zu Abbuchungen im September. Leider frisst die Inflation von 10%, die man hier teils spürt wieder etwas auf. Burger und Coca Cola aus dem Automat sind um teurer geworden. :-(
Man meint hier in Ankara direkt, dass der Spruch „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ sehr beachtet wird. Nachdem wir hier Oktoberfest feiern durften, gab es am Wochenende ein Weinfest. Dort war ich mit ca. 12 internationalen Kommilitonen, den ich Stolz unseren Frankenwein präsentieren durfte. In der Alten Stadt Ankaras auf der alten Zitadelle wurde in einem schönen Restaurant ein kleines Weinfest von deutschen Frauen mit türkischen Männern organisiert. Mit unsrer Anwesenheit drückten wir den Altersschnitt von 65 Jahren stark nach unten. Eine ältere Dame, die sich um die Organisation des Weinfestes kümmerte, hatte es sich zur Aufgabe gemacht uns den ganzen Abend zu versorgen und zu bemuttern. Erst mal lies sie uns für die Hälfte vom Eintrittspreis (12,50 YTL), denn es gab Büffet, eintreten. Dann durften wir ihren herzhaften Zwiebelblootz mit Schweinespeck (!) genießen und sie versuchte vergebens unsere Nummer bei der Tombola zu ziehen. Wie gesagt durfte ich meinen Kommilitonen unseren Frankenwein vorstellen. Unter der kleinen Auswahl von sechs verschiednen Frankenweinen (meist Müller-Thurgau) hat ihnen der Silvaner am besten gefallen. Nach dem wir uns dann gestärkt hatten, wagten wir uns auf die Tanzfläche. Nach anfänglichen deutschen Schlager konnte man sich beim DJ wünschen was man wollte und er nahm eigentlich nur noch auf uns „jungen Leute“ Rücksicht. Dies war insgesamt ein sehr gemütlicher schöner Abend, bei dem zu letzt die Veranstalterin sich nicht davon abbringen ließ, uns noch Essen in Plastikboxen einzupacken und mit zu geben.
- Für den ersten Advent lud sie uns in die Deutsche Schule zum Weihnachtsmarkt ein. -
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen