Freitag, 31. Oktober 2008
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Siebte bis neute Woche: 13.10. bis 29.10.
Nun ist nach Protesten hier in der Türkei www.blogger.com wieder frei gegeben. Es hat ein starkes negatives mediales Echo geweckt, da die Türkei so viele ihr unliebsame Internetseiten gesperrt hat. Nun sollen nicht mehr ganze Seiten gesperrt werden, sondern die Betreiber aufgefordert werden bestimmt Inhalte zu entfernen.
Sogar die Süddeutsche Zeitung war es wert darüber einen Artikel zu drucken.
hier klicken.
Was gibt es noch zu berichten.
Meine ersten Mid-Term Klausuren in den letzen Wochen habe ich erfolgreich überstanden. Jetzt werde ich wieder weiter an meinen Gruppenprojekten und Essays arbeiten die großen Arbeits- und Rechercheaufwand bedeuten. Leider muss dafür immer das Türkisch lernen zurück fallen, für das keine / immer weniger Zeit verbleibt.
Letzte Woche Freitag hatten wir einen Termin mit gemeinsamer Diskussion bei der Deutschen Botschaft hier in Ankara. Nachdem uns das sechs Hektar große Gelände (mit eigenen Pferden, Swimmingpool und riesen Gartenanlage) gezeigt und die Geschichte der Botschaft erklärt wurde, diskutierten wir mit dem Militärattaché und einem Diplomaten der politischen Abteilung. Dabei erklärte er uns die Arbeit der Deutschen Botschaft, die aktuelle politische Lage der Türkei und die Beziehungen (meist wirtschaftspolitisch) zwischen Deutschland und Türkei. Es war eine sehr interessante und nette Gesprächsrunde, bei der man sich ein Bild von der Arbeit eines Diplomaten machen konnte.
Heute 29. Oktober war hier Nationalfeiertag in der Türkei. Die Republik Türkei feierte ihren 85. Geburtstag und ich habe mir sagen lassen, dass es eine Militärparade in der Stadt gab.
Der Herbst fängt jetzt auch langsam Einzug zu halten in Ankara. Morgens muss man teilweise mit Pullover oder mal Jacke aus dem Haus gehen. Unter dem Tag hat es noch seine 16°C. Gestern war es das zweite mal, dass es hier in Ankara geregnet hat. Zumindest an die Male, an die ich mich erinnern kann.
Am Samstag auf Sonntag haben die Türken genauso eine Stunde länger schlafen können. Somit sind wir euch immer noch eine Stunde voraus. ;-)
Aufgrund der starken Aufwertung des Dollars hat sich der Kurs zwischen dem Euro und der Neuen Türkischen Lira (YTL) zu meinen Gunsten verändert. Von anfangs September als er noch bei 1,72 stand, ist er jetzt bei 2,12 gelandet. D.h. 1 Euro sind nicht mehr 1,72 YTL, sondern jetzt 2,12 YTL wert. Somit spare ich bei jedem mal Abheben von 200 YTL (ca. 100 Euro) fast 20 Euro im Gegensatz zu Abbuchungen im September. Leider frisst die Inflation von 10%, die man hier teils spürt wieder etwas auf. Burger und Coca Cola aus dem Automat sind um teurer geworden. :-(
Man meint hier in Ankara direkt, dass der Spruch „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ sehr beachtet wird. Nachdem wir hier Oktoberfest feiern durften, gab es am Wochenende ein Weinfest. Dort war ich mit ca. 12 internationalen Kommilitonen, den ich Stolz unseren Frankenwein präsentieren durfte. In der Alten Stadt Ankaras auf der alten Zitadelle wurde in einem schönen Restaurant ein kleines Weinfest von deutschen Frauen mit türkischen Männern organisiert. Mit unsrer Anwesenheit drückten wir den Altersschnitt von 65 Jahren stark nach unten. Eine ältere Dame, die sich um die Organisation des Weinfestes kümmerte, hatte es sich zur Aufgabe gemacht uns den ganzen Abend zu versorgen und zu bemuttern. Erst mal lies sie uns für die Hälfte vom Eintrittspreis (12,50 YTL), denn es gab Büffet, eintreten. Dann durften wir ihren herzhaften Zwiebelblootz mit Schweinespeck (!) genießen und sie versuchte vergebens unsere Nummer bei der Tombola zu ziehen. Wie gesagt durfte ich meinen Kommilitonen unseren Frankenwein vorstellen. Unter der kleinen Auswahl von sechs verschiednen Frankenweinen (meist Müller-Thurgau) hat ihnen der Silvaner am besten gefallen. Nach dem wir uns dann gestärkt hatten, wagten wir uns auf die Tanzfläche. Nach anfänglichen deutschen Schlager konnte man sich beim DJ wünschen was man wollte und er nahm eigentlich nur noch auf uns „jungen Leute“ Rücksicht. Dies war insgesamt ein sehr gemütlicher schöner Abend, bei dem zu letzt die Veranstalterin sich nicht davon abbringen ließ, uns noch Essen in Plastikboxen einzupacken und mit zu geben.
- Für den ersten Advent lud sie uns in die Deutsche Schule zum Weihnachtsmarkt ein. -
Sogar die Süddeutsche Zeitung war es wert darüber einen Artikel zu drucken.
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Was gibt es noch zu berichten.
Meine ersten Mid-Term Klausuren in den letzen Wochen habe ich erfolgreich überstanden. Jetzt werde ich wieder weiter an meinen Gruppenprojekten und Essays arbeiten die großen Arbeits- und Rechercheaufwand bedeuten. Leider muss dafür immer das Türkisch lernen zurück fallen, für das keine / immer weniger Zeit verbleibt.
Letzte Woche Freitag hatten wir einen Termin mit gemeinsamer Diskussion bei der Deutschen Botschaft hier in Ankara. Nachdem uns das sechs Hektar große Gelände (mit eigenen Pferden, Swimmingpool und riesen Gartenanlage) gezeigt und die Geschichte der Botschaft erklärt wurde, diskutierten wir mit dem Militärattaché und einem Diplomaten der politischen Abteilung. Dabei erklärte er uns die Arbeit der Deutschen Botschaft, die aktuelle politische Lage der Türkei und die Beziehungen (meist wirtschaftspolitisch) zwischen Deutschland und Türkei. Es war eine sehr interessante und nette Gesprächsrunde, bei der man sich ein Bild von der Arbeit eines Diplomaten machen konnte.
Heute 29. Oktober war hier Nationalfeiertag in der Türkei. Die Republik Türkei feierte ihren 85. Geburtstag und ich habe mir sagen lassen, dass es eine Militärparade in der Stadt gab.
Der Herbst fängt jetzt auch langsam Einzug zu halten in Ankara. Morgens muss man teilweise mit Pullover oder mal Jacke aus dem Haus gehen. Unter dem Tag hat es noch seine 16°C. Gestern war es das zweite mal, dass es hier in Ankara geregnet hat. Zumindest an die Male, an die ich mich erinnern kann.
Am Samstag auf Sonntag haben die Türken genauso eine Stunde länger schlafen können. Somit sind wir euch immer noch eine Stunde voraus. ;-)
Aufgrund der starken Aufwertung des Dollars hat sich der Kurs zwischen dem Euro und der Neuen Türkischen Lira (YTL) zu meinen Gunsten verändert. Von anfangs September als er noch bei 1,72 stand, ist er jetzt bei 2,12 gelandet. D.h. 1 Euro sind nicht mehr 1,72 YTL, sondern jetzt 2,12 YTL wert. Somit spare ich bei jedem mal Abheben von 200 YTL (ca. 100 Euro) fast 20 Euro im Gegensatz zu Abbuchungen im September. Leider frisst die Inflation von 10%, die man hier teils spürt wieder etwas auf. Burger und Coca Cola aus dem Automat sind um teurer geworden. :-(
Man meint hier in Ankara direkt, dass der Spruch „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ sehr beachtet wird. Nachdem wir hier Oktoberfest feiern durften, gab es am Wochenende ein Weinfest. Dort war ich mit ca. 12 internationalen Kommilitonen, den ich Stolz unseren Frankenwein präsentieren durfte. In der Alten Stadt Ankaras auf der alten Zitadelle wurde in einem schönen Restaurant ein kleines Weinfest von deutschen Frauen mit türkischen Männern organisiert. Mit unsrer Anwesenheit drückten wir den Altersschnitt von 65 Jahren stark nach unten. Eine ältere Dame, die sich um die Organisation des Weinfestes kümmerte, hatte es sich zur Aufgabe gemacht uns den ganzen Abend zu versorgen und zu bemuttern. Erst mal lies sie uns für die Hälfte vom Eintrittspreis (12,50 YTL), denn es gab Büffet, eintreten. Dann durften wir ihren herzhaften Zwiebelblootz mit Schweinespeck (!) genießen und sie versuchte vergebens unsere Nummer bei der Tombola zu ziehen. Wie gesagt durfte ich meinen Kommilitonen unseren Frankenwein vorstellen. Unter der kleinen Auswahl von sechs verschiednen Frankenweinen (meist Müller-Thurgau) hat ihnen der Silvaner am besten gefallen. Nach dem wir uns dann gestärkt hatten, wagten wir uns auf die Tanzfläche. Nach anfänglichen deutschen Schlager konnte man sich beim DJ wünschen was man wollte und er nahm eigentlich nur noch auf uns „jungen Leute“ Rücksicht. Dies war insgesamt ein sehr gemütlicher schöner Abend, bei dem zu letzt die Veranstalterin sich nicht davon abbringen ließ, uns noch Essen in Plastikboxen einzupacken und mit zu geben.
- Für den ersten Advent lud sie uns in die Deutsche Schule zum Weihnachtsmarkt ein. -
Sonntag, 26. Oktober 2008
Türkei sperrt www.Blogger.com
Seit Donnerstag dieser Woche ist die Seite www.Blogger.com in der Türkei gesperrt. Damit sind alle Blogs aus der Türkei nicht mehr zugänglich. Für deutsche User sollte aber noch alles erreichbar sein. Leider hat sich die türkische Regierung zu diesem Schritt entschlossen. Nachdem www.Youtube.com schon seit Anfang Januar 2008 gesperrt wurde, trifft dies jetzt auch auf www.Blogger.com zu. Die Begründung lautet, dass auf diesen Seiten der Staatsgründer Atatürk ("Vater der Türken") beleidigt wird.
Glücklicherweise habe ich es geschafft diese Sperrung zum Teil zu umgehen. In wie weit ich noch alle Dienste des Blogs nutzen kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Glücklicherweise habe ich es geschafft diese Sperrung zum Teil zu umgehen. In wie weit ich noch alle Dienste des Blogs nutzen kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Samstag, 18. Oktober 2008
1. Oktoberfest Ankara 2008
1. Oktoberfest Ankara 2008
Am Freitag den 10.Oktober war ich auf dem 1. Oktoberfest das Ankara jemals gesehen hat (vielleicht auch das letzte). Die Deutsche Botschaft veranstaltete im Rahmen der Deutsch-Türkischen Kulturwoche ein eigenes Oktoberfest auf ihrem Gelände aus. Schon jetzt kann ich sagen, dass dieser Abend eines von vielen Highlights meines Erasmussemester hier in der Türkei war.
Punkt 18 Uhr standen wir vor der Deutschen Botschaft und wurden freundlich vom deutschen Empfangspersonal herein gelassen. Nachdem wir die ersten Fotos geschossen hatten, erblickten wir das Festzelt mitten im großen Botschaftsgarten. Wir waren beeindruckt. Da hat jemand sehr viel Herzblut in die Veranstaltung investiert. Nach dem wir die Gästeliste ins Auge genommen hatten, wussten wir, dass wir unter den 600 geladen Gästen die einzigen internationalen Studenten (ca. 20) waren.
Die 10 Bierzelt Gebote übersetzte ich mal auf Deutsch:
1. Verschütte oder verschwende kein Bier
2. Achte deine Nachbarn – sie haben auch gezahlt
3. Keine Auseinandersetzungen im Zelt – das Personal ist stärker
4. Tanzt auf den Bänken – nicht auf den Tischen
5. Berühre/kuschele mit deiner Frau – mit DEINER Frau
6. Sing mit
7. Sei nett zu der Bedienung – du möchtest weiter bedient werden
8. Wenn du mal musst, dann nutzt das Klo
9. Bei Zweifel, frag das Personal
10. Seh deine Konsequenzen ins Auge
Vom echten Münchner Wiesnwirt, Münchner Kindl, Wiesnbier, Bratwurst, Sauerkraut, halben Hähnchen, Gerupfter, Blasmusik, bayerischen Bedienungen bis zum Anstich, wurde nichts ausgelassen. Um 18.30 Uhr stach unser Wiesnwirt das erste Fass an und überreichte dem Deutschen Botschafter das erste Bier. Somit war das Startzeichen gefallen und das ausschenken konnte losgehen. In Windes eile trugen die vier Münchner Kellnerinnen und 50 türkischen Kellner/innen die ersten Maß Bier an jeden Festteilnehmer, um zusammen anzustoßen zu können. Obwohl das Ausschenken noch nicht so geklappt hat und ziemlich viel Schaum im Bierglas war, konnte uns egal sein, wir konnten so viel trinken wie wir wollten/konnten und einige unserer Dänen nahmen dies wörtlich und griffen gleich zu zwei Bieren. Anschließend verlas der Deutsche Botschafter noch die Grußworte des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude.
Lange vorher schon habe ich mich auf das Essen auf dem Oktoberfest gefreut – gibt es vielleicht Schwein?! Natürlich nicht, reichlich halbe Hähnchen, Bratwürste (kein Schweinefleisch) und Sauerkraut wurden serviert.
Später gab es auch noch eine Verlosung. Firmen wie die Lufthansa, EADS, KMW, Swissotel, Paulaner...... haben das Oktoberfest gesponsert. Es gab wirklich tolle Preise zu gewinnen. Vom Lahm (Bayern München) Trikot mit Unterschrift oder Fußball mit allen Unterschriften der Bayernspieler bis zur Flugreise nach München wurde so einiges verlost. Um meine Chancen zu erhöhen trieb ich fünf weitere Eintrittskarten auf, die alle mit Platznummern versehen waren. Leider wurde ich nicht gezogen, aber zwei meiner Kommilitonen hatten Glück und gewannen einen echten Oktoberfest Steinkrug.
Anschließend forderte uns die Luftwaffen Musikkapelle auf doch das Tanzbein zu schwingen, dem wir auch folgten. Die Stimmung erlangte wohl ihren Höhepunkt, als wir eine Polonaise durch das Festzelt starteten! Bei so einem Großereignis mussten natürlich zig Kamerateams dabei sein. Die ARD Sendung Brisant zeigte am Samstag einen Bericht über unser Oktoberfest bei dem auch unsere Polonaise zu sehen war. Meine Tanzeinlage wurde wohl leider aus mangelnder Sendezeit wieder herausgeschnitten.
Daneben blieb noch Zeit sich mit vielen interessanten Leuten zu unterhalten. Mit den Botschaftsmitarbeitern habe ich mich über das Leben in der Türkei im Allgemeinen und an der Deutschen Botschaft im speziellen unterhalten. Der britische Botschafter erzählte uns von seinen Erfahrungen. Mit wieder anderen so zum Beispiel vom TüV diskutierten wir über die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU. Darüber hinaus konnten wir vereinbaren in naher Zukunft eine Diskussion mit der Deutschen Botschaft zu vereinbaren in der wir mit deren Vertretern über diplomatische und wirtschaftspolitische Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sprechen. Die Botschaft war darüber sehr erfreut und wir konnten einen Termin für Freitag den 24.10. ausmachen.
Leider war das Oktoberfest um 1 Uhr schon zu Ende und wir wurden doch höflich gebeten weiter zu ziehen. Das taten wir auch und gingen geschlossen mit einigen Jungmusikern der Bundeswehr noch in unsre Stammdisko das IF.
Am Freitag den 10.Oktober war ich auf dem 1. Oktoberfest das Ankara jemals gesehen hat (vielleicht auch das letzte). Die Deutsche Botschaft veranstaltete im Rahmen der Deutsch-Türkischen Kulturwoche ein eigenes Oktoberfest auf ihrem Gelände aus. Schon jetzt kann ich sagen, dass dieser Abend eines von vielen Highlights meines Erasmussemester hier in der Türkei war.
Punkt 18 Uhr standen wir vor der Deutschen Botschaft und wurden freundlich vom deutschen Empfangspersonal herein gelassen. Nachdem wir die ersten Fotos geschossen hatten, erblickten wir das Festzelt mitten im großen Botschaftsgarten. Wir waren beeindruckt. Da hat jemand sehr viel Herzblut in die Veranstaltung investiert. Nach dem wir die Gästeliste ins Auge genommen hatten, wussten wir, dass wir unter den 600 geladen Gästen die einzigen internationalen Studenten (ca. 20) waren.
Die 10 Bierzelt Gebote übersetzte ich mal auf Deutsch:
1. Verschütte oder verschwende kein Bier
2. Achte deine Nachbarn – sie haben auch gezahlt
3. Keine Auseinandersetzungen im Zelt – das Personal ist stärker
4. Tanzt auf den Bänken – nicht auf den Tischen
5. Berühre/kuschele mit deiner Frau – mit DEINER Frau
6. Sing mit
7. Sei nett zu der Bedienung – du möchtest weiter bedient werden
8. Wenn du mal musst, dann nutzt das Klo
9. Bei Zweifel, frag das Personal
10. Seh deine Konsequenzen ins Auge
Vom echten Münchner Wiesnwirt, Münchner Kindl, Wiesnbier, Bratwurst, Sauerkraut, halben Hähnchen, Gerupfter, Blasmusik, bayerischen Bedienungen bis zum Anstich, wurde nichts ausgelassen. Um 18.30 Uhr stach unser Wiesnwirt das erste Fass an und überreichte dem Deutschen Botschafter das erste Bier. Somit war das Startzeichen gefallen und das ausschenken konnte losgehen. In Windes eile trugen die vier Münchner Kellnerinnen und 50 türkischen Kellner/innen die ersten Maß Bier an jeden Festteilnehmer, um zusammen anzustoßen zu können. Obwohl das Ausschenken noch nicht so geklappt hat und ziemlich viel Schaum im Bierglas war, konnte uns egal sein, wir konnten so viel trinken wie wir wollten/konnten und einige unserer Dänen nahmen dies wörtlich und griffen gleich zu zwei Bieren. Anschließend verlas der Deutsche Botschafter noch die Grußworte des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude.
Lange vorher schon habe ich mich auf das Essen auf dem Oktoberfest gefreut – gibt es vielleicht Schwein?! Natürlich nicht, reichlich halbe Hähnchen, Bratwürste (kein Schweinefleisch) und Sauerkraut wurden serviert.
Später gab es auch noch eine Verlosung. Firmen wie die Lufthansa, EADS, KMW, Swissotel, Paulaner...... haben das Oktoberfest gesponsert. Es gab wirklich tolle Preise zu gewinnen. Vom Lahm (Bayern München) Trikot mit Unterschrift oder Fußball mit allen Unterschriften der Bayernspieler bis zur Flugreise nach München wurde so einiges verlost. Um meine Chancen zu erhöhen trieb ich fünf weitere Eintrittskarten auf, die alle mit Platznummern versehen waren. Leider wurde ich nicht gezogen, aber zwei meiner Kommilitonen hatten Glück und gewannen einen echten Oktoberfest Steinkrug.
Anschließend forderte uns die Luftwaffen Musikkapelle auf doch das Tanzbein zu schwingen, dem wir auch folgten. Die Stimmung erlangte wohl ihren Höhepunkt, als wir eine Polonaise durch das Festzelt starteten! Bei so einem Großereignis mussten natürlich zig Kamerateams dabei sein. Die ARD Sendung Brisant zeigte am Samstag einen Bericht über unser Oktoberfest bei dem auch unsere Polonaise zu sehen war. Meine Tanzeinlage wurde wohl leider aus mangelnder Sendezeit wieder herausgeschnitten.
Daneben blieb noch Zeit sich mit vielen interessanten Leuten zu unterhalten. Mit den Botschaftsmitarbeitern habe ich mich über das Leben in der Türkei im Allgemeinen und an der Deutschen Botschaft im speziellen unterhalten. Der britische Botschafter erzählte uns von seinen Erfahrungen. Mit wieder anderen so zum Beispiel vom TüV diskutierten wir über die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU. Darüber hinaus konnten wir vereinbaren in naher Zukunft eine Diskussion mit der Deutschen Botschaft zu vereinbaren in der wir mit deren Vertretern über diplomatische und wirtschaftspolitische Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sprechen. Die Botschaft war darüber sehr erfreut und wir konnten einen Termin für Freitag den 24.10. ausmachen.
Leider war das Oktoberfest um 1 Uhr schon zu Ende und wir wurden doch höflich gebeten weiter zu ziehen. Das taten wir auch und gingen geschlossen mit einigen Jungmusikern der Bundeswehr noch in unsre Stammdisko das IF.
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