Freitag, 19. Dezember 2008

Sanliurfa


- Sanliurfa ist eine sehr schöne Stadt
- Abraham ist dort geboren und Hiob hat in dieser Stadt seine Leiden aushalten müssen
- Wir hätten in dieser Stadt ruhig noch mehr Zeit verbringen können, soviel gab es dort zu sehen
- Das arabische Dörfchen Harran mit seinen alten Häusern war sehr nett zu besichtigen. Der einheimische Touristguide führte uns an dem Eintrittskartenhäuschen vorbei zu allen Sehenswürdigkeiten und erklärt uns wie damals Ayran (türkische Buttermilch) gemacht wurde
- Auffällig war, dass die in der Türkei lebenden Araber lila Kopftücher getragen haben. Ja selbst für Männer war es hier selbstverständlich Kopfbedeckung zu tragen
- Am Abend haben wir noch lecker Auberginen Kebab oder Pide (türkische Pizza) gegessen

Mardin


- Abreise von Van mit dem Bus nach Mardin. 7 Std dauerte die Reise über Passstraßen in den Bergen mit sehr viel Schnee.
- Unglaublich war die unterschiedliche Landschaft. Erst noch verschneite Berge, etwas später saftige grüne Wiesen in den Region Rund um den Fluss Tigris.
- Mardin ist ein richtiges türkisches Touristenstädtchen
- Dort genehmigten wir uns das bislang teurste Hotel mit umgerechnet 25€ pro Nase und Nacht. Dafür hatte ich ein super Doppelzimmer für mich ganz alleine
- In Mardin wurde Rebecca von einem türkischen Reporter interviewt und das noch zu ihrem Leitwesen in türkisch
- Anzumerken war das tolle Restaurant in Mardin, in welchem man vorzüglich speißen konnte. Das Restaurant wird von einer Frau betrieben (war mal eine kleine Sensation) und man kann den örtlichen Frauen beim Essen zubereiten zusehen. Wirklich lecker

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Van


- Van gelegen am Vansee (sieben mal so große wie der Bodensee) ist eine Stadt mit ca. 400.000 Einwohnern
- Teilweise sind die Mensch, die in den Dörfern leben so arm, dass sie Kuhfladen trocken und anschließend zum heizen verwenden. Jedenfalls hat man große Mistberge gesehen
- Unglücklicherweise waren fast alle Geschäfte und Restaurants am Montag (Hochtag des Opferfest) geschlossen und wir mussten verzweifelt nach einer Essensmöglichkeit suchen
- Besichtigung der Kirche zum Heiligen Kreuz auf der Insel Akdamar. Dort sind einige Geschichten aus der Bibel dargestellt. Welche erkennt ihr? Ein findiger Türke hat uns dort übers Ohr gehauen und für uns als Gruppe umgerechnet 10 Euro Eintritt verlangt, obwohl wir die nicht hätten zahlen müssen.
- Danach sind wir auf die ehemalige Zitadelle gestiegen um Fotos zu schießen bevor die Sonne unterging
- Ein Highlight war wohl der Hamam (Türkische Bad) Besuch an Susannas Geburtstag. Wir konnten den Hamambesitzer dazu "überreden" nach Geschäftsschluss uns noch schwitzen zu lassen und so hatten wir das ganze Hamam für uns alleine
- Am Abend trafen wir wieder auf eine Bilkent Reisegruppe mit der wir in einem Tanzcafé zur kurdisch/türkischer Musik tanzten

Dogubayazit


- kurzer Zwischenstop in Dogubayazit
- Besichtigung des İshak-Paşa- Palast, der auf der Rückseite des 100 Lira Schein abgebildet ist
- Bestaunen des Berg Ararat (ca. 5100m)
- Suche nach der Arche-Noha, die hier laut Bibel gestrandet sein soll
- Die iranische Grenze ist von hier zu sehen

Kars - Ani


- Flug nach Kars
- Kars ist eine triste ehemalig russisch besetzte Stadt
- es gibt nette Teestuben in denen wir Backgammon und Skat gespielt haben
- Ausflug zur ehemaligen armenischen Hauptstadt Ani. Die armenische Grenze ist nur einen Steinwurf entfernt. Faszinierend sind die verschieden Religionen die damals dort aufeinander trafen. Georgische Christen, Armenische Christen, Muslime.........
- Abends haben wir einen zweite Reisegruppe von unserer Uni getroffen mit der wir in einer Kellerdisco "unter uns" waren. Die jungen türkischen "Disco"betreiber haben uns türkisch Tanzen beigebracht. *klasse!*
- Am Montag Morgen wurden die Tiere (meist Schafe) zum Schlachten gebracht um sie zum Opferfest verspeisen und teilen zu können

Bayram (Operfest) Reise 6.12. - 16.12.

Ich bin aufgebrochen mit meinen lieben Kommilitonen eine 10-tägige Reise in die Osttürkei und Syrien zu unternehmen. Die Bayram Ferien haben wir um 2 Tage verlängert um unsere ehrgeizige Reise auch zu verwirklichen. 70 Tage nach dem Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan feiern die Muslime das wichtigeste Fest in ihrer Religion. Mit dem Opferfest wird Vater Abraham gedenkt. Abraham wird auch in der Bibel erwähnent und vielen ist bestimmt die Geschichte bekannt. Traditionell wird am Opferfest ein Tier (meist Schaf) geschlachtet, das zu 1/3 selbst verspeist, 1/3 an Verwandte, Bekannte, Freunde und Nachbarn und dem letzten 1/3 an Bedürftige verschenkt wird.

Der Osten der Türkei gilt als wirtschaftlich schwache Region, die in Religion und Tradition noch stärker verwurzelt ist. Im Südosten der Türkei ist die Militärpräsenz sehr stark, da man immer noch die PKK (Kurdische Arbeiterpartei) verfolgt und vor Anschlägen oder Entführungen Angst haben muss. Je weiter man in den Südosten vordringt, umso mehr Kurden trifft man und der arabische Einfluss wird sichtbar.

Mit dem Wetter hatten wir noch Glück gehabt. Es war zwar kalt, aber den großen Schneemassen sind wir entkommen. Geographisch ist die Osttürkei bergiger und die Sonne geht früher unter.


Mit Flug kommen wir ungefähr auf gut 3000km Strecke, die wir zurückgelegt haben.
- Die einzelnen Diashows mit Kurzberichten folgen in Kürze -