Donnerstag, 18. Dezember 2008

Dogubayazit


- kurzer Zwischenstop in Dogubayazit
- Besichtigung des İshak-Paşa- Palast, der auf der Rückseite des 100 Lira Schein abgebildet ist
- Bestaunen des Berg Ararat (ca. 5100m)
- Suche nach der Arche-Noha, die hier laut Bibel gestrandet sein soll
- Die iranische Grenze ist von hier zu sehen

Kars - Ani


- Flug nach Kars
- Kars ist eine triste ehemalig russisch besetzte Stadt
- es gibt nette Teestuben in denen wir Backgammon und Skat gespielt haben
- Ausflug zur ehemaligen armenischen Hauptstadt Ani. Die armenische Grenze ist nur einen Steinwurf entfernt. Faszinierend sind die verschieden Religionen die damals dort aufeinander trafen. Georgische Christen, Armenische Christen, Muslime.........
- Abends haben wir einen zweite Reisegruppe von unserer Uni getroffen mit der wir in einer Kellerdisco "unter uns" waren. Die jungen türkischen "Disco"betreiber haben uns türkisch Tanzen beigebracht. *klasse!*
- Am Montag Morgen wurden die Tiere (meist Schafe) zum Schlachten gebracht um sie zum Opferfest verspeisen und teilen zu können

Bayram (Operfest) Reise 6.12. - 16.12.

Ich bin aufgebrochen mit meinen lieben Kommilitonen eine 10-tägige Reise in die Osttürkei und Syrien zu unternehmen. Die Bayram Ferien haben wir um 2 Tage verlängert um unsere ehrgeizige Reise auch zu verwirklichen. 70 Tage nach dem Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan feiern die Muslime das wichtigeste Fest in ihrer Religion. Mit dem Opferfest wird Vater Abraham gedenkt. Abraham wird auch in der Bibel erwähnent und vielen ist bestimmt die Geschichte bekannt. Traditionell wird am Opferfest ein Tier (meist Schaf) geschlachtet, das zu 1/3 selbst verspeist, 1/3 an Verwandte, Bekannte, Freunde und Nachbarn und dem letzten 1/3 an Bedürftige verschenkt wird.

Der Osten der Türkei gilt als wirtschaftlich schwache Region, die in Religion und Tradition noch stärker verwurzelt ist. Im Südosten der Türkei ist die Militärpräsenz sehr stark, da man immer noch die PKK (Kurdische Arbeiterpartei) verfolgt und vor Anschlägen oder Entführungen Angst haben muss. Je weiter man in den Südosten vordringt, umso mehr Kurden trifft man und der arabische Einfluss wird sichtbar.

Mit dem Wetter hatten wir noch Glück gehabt. Es war zwar kalt, aber den großen Schneemassen sind wir entkommen. Geographisch ist die Osttürkei bergiger und die Sonne geht früher unter.


Mit Flug kommen wir ungefähr auf gut 3000km Strecke, die wir zurückgelegt haben.
- Die einzelnen Diashows mit Kurzberichten folgen in Kürze -

Sonntag, 30. November 2008

Vierter Donnerstag im November = Thanksgiving


Am letzten Donnerstag habe ich mein erstes Thanksgiving mit meinen amerikanischen Freunden gefeiert. Es gab sehr, sehr viel zu essen, auch wenn wir keinen richtigen Truthahn finden konnten war das Büffet eine Pracht. Da es in Amerika Tradition ist an diesem Tag dankbar zu sein, soll dies jeder Festteilnehmer auch in einem kleinen Sätzchen ausdrücken:
I am thankfull for, never being fed up with eating......
I am thankfull for, my mom giving birth to me.....
I am thankfull that I was born so smart and handsome......



An diesem Abend habe ich noch drei Franzosen kennen gelernt, die auf der Durchreise sind und für zwei Nächte bei Keegan, Christopher and Helene übernachteten. Ihre Geschichte war ganz lustig. Zwar möchten diese drei Franzosen mit weiteren vier Freunden (auch Kanadier) die Welt in fünf Jahren zu Fuß bereisen!!! Ihre selbst gestellten Regeln sind nicht mehr als 2 Euro pro Tag und Mann auszugeben und nichts für Transport auszugeben. Verrückt muss man da schon sein. Sie sind im Mai in Frankreich gestartet und sitzen in jetzt in Ankara fest, bis ihre Winterausrüstung eintrifft. Solange werden wir sie wohl noch von Studentenbude zu Studentenbude durchreichen, nach dem ein Kommilitone sie über Couchsurfing kennen gelernt hat. Ihre Homepage ist www.toutenmarchant.com leider nur auf französisch.



Am Freitag morgen hat es das erste mal ein bisschen in Ankara geschneit! Dafür haben wir heute schon wieder 10°C. An diesem Tag haben wir das türkische Parlament besichtigt. Aufregend war es weniger und kein Politiker war anwesend, so das die Führunge nicht länger als eine Stunde dauerte.

PS: Wie immer verstecken sich hinter den Bildern Diashows!
Allerdings ist hinter dem Franzosenbild nichts!

Mittwoch, 26. November 2008

Midterms, Middterms, Midterms und noch mal Midterms

Wie die Überschrift schon verrät, bin ich gerade mit Midterms, d.h. Klausuren unter dem Semester, beschäftigt. Diese verteilen sich so, dass ich seit dem Wochenende nach Kappadokien jeweils ein Midterm pro Woche schreibe. Dies geht jetzt noch so weiter bis die Bayramferien (Opferfest) am 8.12. starten. Bis dahin werde ich alle Midterms geschrieben haben, so dass sich diese Zeit wieder mal für eine Reise eignet. Planungen laufen, aber ein konkretes Ziel gibt es noch nicht.
Ansonsten werde ich am Freitag das türkische Parlament besichtigen und wieder mal ein paar Fotos hochladen.....
Grüße
Christian

Freitag, 14. November 2008

Kurztrip nach Göreme 7.-9. Nov, Kappadokien

Kappadokien (=Land der schönen Pferde)

Das letzte Wochenende hatte ich mit 11 Kommilitonen noch genutzt um einen kurzen Ausflug nach Kappadokien zu unternehmen. Die Busreise mit 4 ½ Stunden war recht kurz und da wir nicht in der Hauptsaison unterwegs waren, sind wir sehr günstig untergekommen. Unsere Pension war zentral gelegen und unsere Zimmer waren Höhlen. Diese sollte einem das Gefühl verleihen in den Berg gehauene Höhlen zu wohnen. Wir mussten uns aber nicht, wie vor hunderten Jahren, aus unserem Glauben von den Römer oder Angreifern verstecken. Die Region Kappadokien ist sehr alt und gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Die über die Jahrhunderte geformte einzigartige Landschaft ist Magnet für viele Touristen. Selbst George Lukas hatte hier ohne Probleme einen seiner Star Wars Filme drehen können und jeder würde denken, dass es sich dabei um einen fremden Planeten handelt.

Samstag hatten wir uns einen eigenen Minibus mit Fahrer gemietet. Der fuhr uns überall hin und wir konnten uns bei zahlreichen Stationen wie Love Valley, unterirdischen Städten, Burgen, Töpfereien oder Märkten so viel Zeit lassen wie wir wollten. In der Töpferei war ich ein bisschen zu vorlaut und musste dann meine Töpferkunst selbst unter Beweis stellen. Für einen Anfänger habe ich mich wohl ganz gut geschlagen, obwohl ich danach selbst nicht sagen konnte was mein Kunstwerk, Tasse oder Vase, eigentlich darstellen sollte.

Den Abend haben wir mit einem Vier-Gänge Menü und einem Besuch im „Weinkeller“ ausklingen lassen. Leider war ich in Kappadokien vom Wein und unsrer Weinprobe maßlos enttäuscht. Obwohl wir türkisch sprechende Kommilitonen dabei hatten, wollte/konnte uns der Herr des Weingutes nichts erzählen.

Sonntag unternahm ich mit einigen anderen eine Quad Tour. Die Landschaft hier mit ihren staubigen Boden ist ideal für einen Quad Ausflug. Da kann man mit seiner Maschine richtig über Schanzen springen und das sliden macht herrlich Spaß.

Insgesamt ein klein, aber sehr feiner Ausflug